Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus und demokratiefeindlicher Populismus begegnen uns fast tagtäglich in der Schule, auf der Straße, am Arbeitsplatz, im Zug oder an der Supermarktkasse. Jede*r kennt Situationen, in denen Menschen, aufgrund ihres Aussehens mit platten Parolen und ausgrenzenden, diskriminierenden Sprüchen beschimpft werden.
Der Autofahrer wird als „Scheiß-Ausländer“ beschimpft, die Nachbarin erregt sich über das „schmarotzende und kriminelle Pack“ und der Kumpel beschwert sich, dass „die da oben“ ja sowieso nur in die eigene Tasche wirtschaften. Querdenker und Klimaleugner finden sich auf Familienfeiern, im Kolleg*innenkreis und manchmal sogar im Lehrerzimmer, an der Uni oder bei den Kund*innen in der Verwaltung.
Und wer hat noch nicht erlebt, dass es manchmal schwierig ist, solchen „Parolen“ etwas entgegenzusetzen?

Dieses, ursprünglich von Klaus-Peter Hufer entwickelte, „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ soll helfen, in solchen Situationen besser zu bestehen und dazu ermutigen für Toleranz und eine demokratische Kultur im Umgang miteinander einzutreten. Das Argumentationstraining liefert zudem Wissen für Contra-Argumente, sinnvolle Verhaltensweisen und rhetorische Gegenstrategien, die Möglichkeiten aufzeigen, wie man couragiert auf menschenverachtende Parolen reagieren kann. Im Training wird die politische Dimension von Stammtischparolen aufgezeigt und der Zusammenhang zwischen Rechtsextremismus und den Parolen aufgezeigt.
Ziele
Die Teilnehmenden verstehen, welchen negativen Einfluss Stammtischparolen auf konstruktive Diskurse hat, erkennen die Kennzeichen und Funktionen solcher Parolen und erhöhen ihre eigene Sicherheit im Umgang mit populistischen Aussagen. Sie verstehen, dass über Stammtischparolen Diskursverschiebungen im politischen Klima stattfinden und sie eine Gefahr für ein demokratische Kultur darstellen.
Inhalte
- Was sind Parolen und was macht sie aus?
- Von den Lauten und den lächerlich Gemachten
- Gruppendynamiken in diskriminierenden Settings
- Typische Gesprächstechniken
- Rollenspiele zur Festigung eigener Strategien
- Von Allyship und dem Selber-Betroffen-Sein
- Gewaltpyramide
- Der Zusammenhang zwischen Rechtspopulismus und Diskursverschiebungen aufgrund der Parolen
- hilfreiche Werkzeuge
Dauer:
Tagestraining (9-15 Uhr, gekürzte Version min. 5 Stunden)
Zielgruppe:
Für Führungskräfte und Mitarbeitende, Diversity Beauftragte, Interne und externe Kommunikation, HR-Verantwortliche und politische Interessierte
Anzahl der Teilnehmenden:
mind. 6 TN, max. 16 TN
Räumlichkeiten/Online-Möglichkeit:
Das Training benötigt einen Raum in dem ein Stuhlkreis für alle Teilnehmenden gestellt werden kann, zusätzlich Besprechungsmöglichkeiten für Kleingruppen. (Stehtische im Flur oder Gruppenarbeitsräume)
Das Training kann auch online durchgeführt werden. (Plattform muss interaktive Gruppenräume ermöglichen, z.B. Zoom)
Raumausstattung/Seminarmaterial:
Stuhlkreis, Beamer, Flipchart, 2 Stellwände
Trainer*innen:

Jürgen Schlicher

Ronja Schmitter

Andrea Dallek

Stefan HInze
Kontakt:
Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen buchen, mehr dazu wissen, oder einen Termin vereinbaren möchten.
Rückmeldungen von Teilnehmenden:
„Erste sinnvolle Fortbildung seit langem!“
„Danke für die wertschätzende Art der Seminarleitung.“
„Ich bin begeistert! Vielen Dank für die Motivation.“
„Ich hätte nie gedacht, dass so etwas auch als Online-Format funktionieren könnte. Die Zeit verging wie im Flug.
„Danke für die wirksamen Methoden, Beispiele und den wohltuenden Umgang mit Allen.“
„Danke für die anstrengenden und wichtigen Tage.“
„Diese Form des Lernens finde ich faszinierend.“
„Absolut gewinn-bringend. Zu empfehlen für jedermann.“
„Besonders beeindruckt hat mich, wie der Zusammenhang zwischen den Parolen und dem Thema Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit aufbereitet wurde.“
„Endlich ein Workshop, der mich in Hinsicht auf meine Arbeit weitergebracht hat. Danke.“
„Wichtiges und lehrreiches Training.“
„War super!“
Was haben Sie gelernt?
„Vor dem Training dachte ich, man kann da halt oft nichts machen. Jetzt habe ich Werkzeuge, die ich einsetzen kann.“
„Es tat so gut, zu sehen, dass es anderen auch manchmal so geht, dass einem echt nichts mehr einfällt.“
„Mich hat besonders beeindruckt, dass der Selbstoffenbarungs-Anteil der Parolen einem wirklich neue Handlungsoptionen bietet.“
„Parolen und Vorurteile sind auch bei mir.“
„Durch die Rollenspiele habe ich gelernt, wie einfach es sein kann, platte Parolen zu entlarven.
„Die Möglichkeit zu haben, sprachlich etwas bewirken zu können. Die Gegenseite mehr in den Blick zu nehmen, um reagieren zu können.“
„Wer schweigt, stimmt zu.“
„Es reicht nicht, es anders zu sehen. Man muss es auch deutlich aussprechen.“
„Wer schweigt stimmt zu“
