Nina Möhrle besucht einen Blue Eyed Workshop in Waiblingen

Loser haben blaue Augen

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Seminarankündigung

Workshop 'Wurzeln und Flügel' für Adoptiv- und Pflegeeltern Schwarzer Kinder

Blue Eyed Trainings

Das Konzept wurde 1968 von der amerikanischen Grundschullehrerin Jane Elliott entwickelt. Dieser eintägige Workshop lässt die zwei voneinander getrennten Gruppen, die Braunäugigen und die Blauäugigen, in höchsten Maß spüren, welche Auswirkungen Diskriminierung hat.

Das Training verdeutlicht die Notwendigkeit, eine Gesellschaft aufzubauen, die sensibilisiert ist für Ungerechtigkeiten und eine diskriminierungsfreie Atmosphäre schafft. Besonders interessant ist bei diesem Training der Austausch von Erfahrungen und durchlebten Emotionen der beiden Gruppen, derjenigen, die diskriminiert wurden und denen, die die Diskriminierungen beobachtet haben. Zu dem Training gehört eine Nachbesprechung, die entweder direkt am Folgetag oder 4-6 Wochen nach dem Training durchgeführt wird.

Darüber hinaus bieten wir 3-stündige Präsentationen an, in denen wir über das Konzept und unsere bisherigen Erfahrungen mit Blue-Eyed-Trainings in Deutschland berichten. Weiterhin werden Ausschnitte aus den vielfältigen Film-Dokumentationen gezeigt, die bislang über die Arbeit in den USA und Deutschland gedreht wurden.



Blue Eyed Filmtraining

Dieser Workshop ist eine zweitägige weiterführende Fortbildung zur Arbeit mit und Begleitung der Blue Eyed Filme. Er richtet sich an alle, die mit dem Film "Blue Eyed", "Machspiele" oder "einen Schritt weiter ..." arbeiten möchten, oder an den Filmen und dem Konzept interessiert sind.

Im Workshop wird notwendiges Hintergrundwissen vermittelt, um die Filme in Gruppen auswerten und in Bildungsprogrammen und Diversity Trainings einsetzen zu können. Es wird der Blick geschärft für all die Mechanismen, die sich beim Betrachten des Films nicht sofort erschließt.

Diversity-Trainings

Eine unserer Spezialitäten sind die eigens für ihr Unternehmen oder ihre Organisation entwickelten Diversity-Trainings. Durch vielfältige Übungen, kurze Inputs, Modelle und Aktionsplanungen helfen Sie ihren Mitarbeiter/innen einen positiven Blick auf die Vielfalt von Kunden, Mitarbeitern und sozialen Strukturen zu werfen.

Wir helfen ihnen zu verstehen, wie Vielfalt ideal gemanagt werden kann und welchen Vorteil dies für ihr Unternehmen und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz haben kann.

Ein ideales Konzept um zu sensibilisieren und zu motivieren, sich für das Thema "Diversity" stark zu machen und für die Zukunft optimal aufgestellt zu sein.

Wenn Sie wissen möchten, welche Effekte unsere Trainings in den Unternehmen und Organisationen bislang hatten, können Sie sich gerne bei den dortigen Diversity-Beauftragten informieren. Wir geben ihnen gerne die Kontaktdaten. Unsere Kunden haben eine Vielzahl nationaler und internationaler Preise für ihr Diversity-Engagement erhalten.

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Dieses ein- bis zweitägige Training bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit Stammtischparolen auseinander zu setzen, Rede- und Verhaltensweisen einzuüben, die aus ohnmächtigem Schweigen heraus führen. Des Weiteren erhöht dieses Seminarkonzept, ursprünglich von Klaus-Peter Hufer entwickelt, die individuelle Diskursfähigkeit und ermutigt für Toleranz sowie für eine zivile politische Kultur einzutreten.
Jeder kennt Situationen, in denen mit dumpfen Parolen und platten Sprüchen Vorurteile oft beiläufig und ungeniert vorgetragen werden - etwa beim Familienfest, im nachbarschaftlichen Gespräch, an der Supermarktkasse, im Schulunterricht oder tatsächlich am Stammtisch.
Für diejenigen, die solchen Konfrontationen argumentativ, selbstsicher und angemessen begegnen wollen, bieten wir das Seminar "Argumentrationstraining gegen Stammtischparolen" an.
Anhand der zahlreichen Materialien und Übungen lassen sich sowohl situatives Handeln als auch nützliche Kommunikationstechniken spielerisch erproben.
Das Seminar sollte eine Teilnehmer/innenzahl zwischen 12 und 20 haben und möglichst zwei Seminartage umfassen. Das Training eignet sich für Menschen ab 15 Jahren.
Gute Erfahrungen haben wir auch mit Folgeveranstaltungen, die sich vor allem mit der Weiterentwicklung der kommunikativen Fähigkeiten widmen, gemacht.
Es sind auch Ausbildungen möglich, um das Training selbständig anzuleiten. Diese sollten einen Mindestumfang von 5 Seminartagen haben. TeilnehmerInnen an der Ausbildung sollten Moderationserfahrungen mitbringen.

Wurzeln und Flügel - Ein Elterntraining für Adoptiveltern Schwarzer Kinder

Das Zusammenleben mit Kindern in Familien ist ebenso von wertvollen, schönen, lebensbereichernden und -bejahenden Glücksmomenten geprägt, wie von jenen kräftezehrenden Momenten, in denen das Kommunizieren, das in Kontakt bleiben und das Zueinanderstehen zu Kraft- und Geduldsproben werden können. Dies gilt für alle Familienkonstellationen.


Adoptivfamilien sehen sich darüber hinaus weiteren Herausforderungen gegenübergestellt. Während „biologisch verwandte“ Familien langsam zusammenwachsen können, finden sich Adoptivfamilien mit der Situation konfrontiert, ein neues Familienmitglied in ihrer Mitte zu haben, das bereits eigene, andere Lebenserfahrungen und Prägungen in sich trägt. Wie wird man sich verstehen? Wird man miteinander klarkommen? Wie findet man gemeinsame Wege und Werte des Zusammenlebens? Wird das gegenseitige Annehmen - die Eltern das Kind/ das Kind die Eltern - funktionieren?

Eltern die sich zu seiner Auslandsadoption Schwarzer Kinder entschließen, machen nicht selten Erfahrungen, die über all das hinausgehen. Sie werden unter Umständen mit rassistischen und/oder sozialer Zuschreibungen und Diskriminierungen konfrontiert. Darüber hinaus mögen sich Fragen ergeben, wie mit der Traurigkeit, der Wut oder der Nichtthematisierung des Adoptivkindes umzugehen ist, dass von den leiblichen Eltern verlassen oder „frei gegeben“ wurde und sich in einer neuen Heimat zurechtfinden muss. 

Das Workshopkonzept „Wurzeln und Flügel“ bietet Adoptiveltern Schwarzer Kinder die Möglichkeit, sich mit all diesen Herausforderungen zu beschäftigen und Lösungsansätze für problematische Situationen zu erarbeiten. Im gemeinsamen Austausch machen sie die stärkende Erfahrung, dass sie nicht allein sind mit ihren Fragen und Problemen.

Durch die professionelle Begleitung eines erfahrenen Trainer/innen-Teams werden den Eltern Diskriminierungsstrukturen wie Adultismus (Machtungleichgewicht zwischen Erwachsenen und Kindern) und Rassismus nahe gebracht. Die Eltern erhalten im Workshop Raum und Zeit, ihre eigenen Verortungen in diesen Themen und Strukturen zu suchen und zu finden und sich so mehr Sicherheit für herausfordernde Alltagssituationen zu erarbeiten.

Nächster Termin: 30.-31. Oktober 2010 in Wildeshausen

[Anmeldung]

[Weitere Informationen]

Betzavta

Bei Betzavta (zu deutsch: Miteinander) geht es um die Entwicklung eines qualitativen Demokratieverständnisses. Spielerische Übungen animieren zum Nachdenken über das Verhältnis von Mehrheit und Minderheit, über demokratische Prinzipien, über die Gleichheit vor dem Gesetz, über das Verhältnis von Gleichbehandlung und Gleichberechtigung.  Betzavta versucht, Konflikte in interne Dilemmata umzuwandeln um Regelungen zu ermöglichen, die die eigentlichen Bedürfnisse der Konfliktpartner oder -parteien möglichst nicht einschränkt.
Im Zentrum dieses Seminarprogramms steht eine praxisorientierte Definition und Abgrenzung von Toleranz für den Umgang mit individuellen Konflikten. Diese wird durch Übungen ergänzt, die es Teilnehmern ermöglichen, Konflikte auf gewaltfreie und demokratische Weise zu regeln. Einheiten zu Kommunikation und dem Umgang mit Sprache, zu Vorurteilen und Zivilcourage und Planspiele zum Erproben des demokratischen Umgangs miteinander runden das Programm ab.

Zusätzlich werden didaktische Materialien wie eine Fotobox mit Toleranzbildern und ein Lehrfilm zu demokratischer Streitkultur vorgestellt.

Zielgruppen der Seminarprogramme sind Multiplikatoren in der schulischen und außerschulischen Bildung. In jüngster Zeit wurden zudem umfangreiche Implementationen mit der Polizei und der öffentlichen Verwaltung begonnen. In allen Fällen wurden die Programme von den Multiplikatoren in ihren Arbeitsbereich übernommen und auf diese Weise weiter im Bildungsbereich verankert.

Eine Welt der Vielfalt

Vielfalt beflügelt die Kreativität und Monostrukturiertheit engt das Denken ein. Dies zeigt das von der Anti-Diffamation-League in New York entwickelte Programm, dass an Kindergärten, Schulen, Universitäten und Unternehmen eingesetzt wird.

Das zwei- fünftägige Seminar schafft eine Sensibilisierung für soziale und kulturelle Vielfalt. Die Teilnehmer entwickeln ein Gespür für eigene Vorurteile und die anderer. Sie bekommen die Möglichkeit selbst Verantwortung für den Kampf gegen Vorurteile, Diskriminierung und jede Art von institutioneller Ausgrenzung zu übernehmen.

Weiterhin entwickeln die Teilnehmer/innen eigene Lösungsstrategien, um auch komplexe Organisationsstrukturen langfristig zu verändern und zu interkulturalisieren.