Reaktionen von Seminar-Teilnehmer/innen

„Nur darüber reden ändert nichts!“


„Demokratie bedeutet, jede_r hat die gleichen Chancen sich zu äußern und gehört zu werden.“

„… den Blick für den Anderen zu haben!“

„Deine Freiheit bedeutet für mich auch ganz viel Freiheit.“

„Zugehörigkeit funktioniert nicht durch Anstrengung des Dazukommenden, sondern durch die Einstellung der Daseienden.“

„Es ist ein befremdliches Gefühl, im Nachhinein zu überlegen, welch harten Urteile ich in der Realität gefällt habe, ohne die Konsequenzen für andere Menschen zu bedenken.“

von Diversity Works zertifizierte

BETZAVTA - Ausbildung in Würzburg 2016/2017 und 2017/2018

01. - 05. Mai 2017: Betzavta-Ausbildungsmodul 1 (Sabine Sommer & Jürgen Schlicher)
16. - 20. Oktober 2017: Betzavta-Ausbildungsmodul 2 (Sabine Sommer &  Jürgen Schlicher)

17. - 19. November 2017: Betzavta-Basismodul "Grenzen des Gehorsams" (Sabine Sommer & Jürgen Hess)

23. -25. Feb. 2018: Betzavta-Basismodul "Diversity & Gleichheit" (Sabine Sommer & Jürgen Hess)

30. April - 04. Mai. 2018: Betzavta - Ausbildungsmodul 1 (Sabine Sommer & Jürgen Schlicher)

06.-08. Juli 2018: Betzavta-Basismodul "Demokratie & Entscheidung" (Sabine Sommer & Jürgen Hess)

15.-19. Okt. 2018:  Betzavta - Ausbildungsmodul 2 (Sabine Sommer & Jürgen Schlicher)

23. - 25. Nov 2018: Betzavta-Basismodul "Demokratie & Entscheidung" (Sabine Sommer & Jürgen Hess)


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Download des BETZAVTA-Flyers

Betzavta_Flyer_jubi_2015_2016.pdf

Sabine Sommer

Sabine Sommer arbeitet seit 1996 mit dem BETZAVTA-Konzept. Aufmerksam wurde sie auf das Konzept bei einem Besuch des ADAM-Institutes in Israel. Sie war von der Methode sofort sehr angetan, vor allem weil BETZVATA ohne erhobenen Zeigefinger arbeitet. Erfahrungsorientiertes Lernen in Gruppen ist seitdem ihre Spezialität. Sabine Sommer bildet seit 1998 Führungskräfte, Schüler/innen, Lehrer/innen, Polizist/innen und Verwaltungsmitarbeiter/innen aus. In einem groß angelegten Projekt ist Sabine Sommer in NRW an Berufsschulen mit BETZAVTA tätig.

Ihr Motto: Ich sehe was, was Du nicht siehst.  

Jürgen Schlicher

Jürgen Schlicher ging Mitte der 90er Jahr auf die Suche nach Bildungskonzepten, die das Miteinander auf Augenhöhe in der Gesellschaft stärken. Besonders hilfreich erschien ihm der Ansatz von BETZAVTA, da der Fokus hier auf demokratischer Entscheidungsfindung liegt - OHNE laufend unzufriedene Minderheiten zu schaffen. Heute sagt er von sich, dass die BETZAVTA-Haltung seine Seminartätigkeit in allen Bereichen massiv positiv beeinflusst hat.

Seit 1998 bildet er Trainer/innen für BETZAVTA im gesamten Bundesgebiet und in den Niederlanden aus.

Jürgen Heß

Für Jürgen Heß ist Betzavta ein Lern- und Selbsterfahrungsprogramm zum Erwerb von demokratischen Kompetenzen. Dabei ist für ihn die Demokratie nicht nur eine Regierungs- und Gesellschaftsform, sondern die Basis um miteinander in Kommunikation zu stehen und um gemeinsam eine gerechtere Lebenswelt gestalten zu können. Zutiefst ist er davon überzeugt, dass eine gleichberechtigte Teilhabe an politischen Prozessen Gewalt überwinden kann.

Jürgen Heß ist seit 2007 ein zertifizierter Trainer für Betzavta. Neben der politischen Bildungsarbeit ist er hauptberuflich mit menschenrechtlichen Fragen beschäftigt, vorwiegend zu den Bereichen Asyl und Antirassismus.

Die Konflikt-Dilemma-Methode im BETZAVTA-Konzept

In erfahrungsorientierten Übungen werden die Teilnehmenden in Situationen gebracht, in denen sie indiviuell oder als Gruppe Entscheidungen treffen sollen. Die unterschiedlichen Positionen, Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden werden in der gemeinsamen Diskussion gleichermaßen offengelegt, ohne sie in Frage zu stellen oder sie zu kritisieren. Dadurch wird ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Konflikte zwischen den Teilnehmenden, aber auch für die involvierten Emotionen geschaffen.

Im zweiten Schritt wird der Konflikt in ein Dilemma umgewandelt. Die Teilnehmenden werden zurückgeführt in die Ursprungssituation, in der sie vor der Wahl standen sich für eine von mehreren Alternativen zu entscheiden – und dann eine Wahl getroffen haben. Die Teilnehmenden erleben, dass sie z.B. zu einem anderen Zeitpunkt im Leben oder unter anderen Umständen eine vergleichbare Wahl wie ihr Gegenüber getroffen haben. Sie lernen zwischen Alternativen die sie ablehnen und solchen, die sie schlicht nicht gewählt haben, zu unterscheiden. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie ihren Konfliktpartner nicht mehr als „Gegner“ wahrnehmen, sondern als Menschen, der eine andere Wahl getroffen hat. Dies schafft eine innere Bereitschaft, nicht nur die eigenen Bedürfnisse, Interessen und Rechte zu verwirklichen, sondern aktiv an der Erfüllung der Bedürfnisse, Interessen und Rechte des Gegenübers mitzuwirken. Dieses „gemeinsam an einem Strang ziehen“ ist die Basis für die Veränderung der Situation und der Freisetzung von Kreativität für den nächsten Schritt, der Suche nach kreativen Konfliktregelungsmöglichkeiten, so dass die Rechte und damit die Freiheit aller im höchsten Maß gewährleistet werden.


Mit anderen Worten:

  1. Das Recht auf freie Entfaltung gilt gleichermaßen für alle Menschen.
  2. Die Position des anderen ist eine Alternative, die unter anderen Umständen/in einer anderen Situation die eigene sein könnte
  3. Der andere ist kein „Gegner“ sondern eine Person, die „eine andere Wahl“ getroffen hat.
  4. Wenn ich beide Positionen in mir spüren kann erlebe ich ein Dilemma.
  5. Wer dieses Dilemma spüren kann, kann vielleicht/leichter die Position von der Person trennen und eine Lösung suchen, die die Freiheit aller Parteien so wenig wie möglich einschränkt.

Ausbildungsinhalte sind darüber hinaus:

  • Menschen-, Grund- und Bürgerrechte
  • Diskriminierung
  • Herstellung von WIN-WIN Situationen in Entscheidungsprozessen
  • die Frage, wie eine gerechte Entscheidung zustande kommt, wenn sich Grundrechte widersprechen (diese Entscheidungen fällt das Bundesverfassungsgericht, wenn es im Zweifelsfall angerufen wird)
  • Meinungsfreiheit
  • Minderheitenschutz