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Wörterbuch

Einige Begriffe mit denen wir in unseren Seminaren arbeiten sind nicht im alltäglichen Sprachgebrauch. Wir haben uns entschieden, Ihnen mit diesem Wörterbuch ein paar der Begriffe nahe zu bringen und zu versuchen eine möglichst präzise und einfache Definition zu liefern. 

Antidiskriminierung

Mit Antidiskriminierung verbindet sich ein aktives Eintreten gegen Diskriminierung. Die Spannweite von Aktivitäten reicht hierbei von der gezielten Beratung und Unterstützung von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen und der Dokumentation von Diskriminierungsfällen über öffentlichkeitswirksame Kampagnen für Vielfalt und gleiche Rechte bis hin zu Gesetzen mit einklagbaren Bestimmungen zum Schutz vor Diskriminierung. Ein wichtiges Ziel von Antidiskriminierungsarbeit ist die Sicherung fundementaler Menschenrechte.

Adultismus

Adultismus beschreibt ein zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen bestehendes Machtungleichgewicht und fokussiert Einstellungen und Verhaltensweisen Erwachsener, die auf der Basis einer tradierten gesellschaftlichen „Rangordnung“ davon ausgehen, kompetenter als Kinder/Jugendliche zu sein und entsprechend zu agieren. Adultismus ist als gesellschaftliche Diskriminierungsstruktur zu verstehen, die mittels interpersoneller Beziehungen, Traditionen, Gesetze  und sozialer Institutionen untermauert und kultiviert wird.

Ageismus/Altersfeindschaft

Ageismus ist die englische Fassung des im anglo-amerikanischen Raum geprägten Begriffs "Ageism" oder "Agism". Er bezeichnet Altersfeindschaft als Form sozialer Diskriminierung und beinhaltet die negative Wahrnehmung des Alters und die damit zusammenhängende Stigmatisierung des Alterungsprozesses, des Altseins und der davon betroffenen Gruppe von Menschen.

Antisemitismus

Der Begriff "Antisemitismus" wurde Ende des 19. Jhs. von deutschen Antisemiten geprägt, die ihre Feindschaft gegenüber Juden damit - in Abgrenzung zu religiös motivierten Antipathien - pseudo-wissenschaftlich und rassistisch zu legitimieren versuchten. Im modernen Sprachgebrauch meint der Begriff die Gesamtheit judenfeindlicher Äußerungen, Tendenzen, Ressentiments, Haltungen und Handlungen unabhängig von ihren religiösen, rassistischen, sozialen oder sonstigen Motiven.

Antiziganismus

Feindliche Haltung gegenüber Sinti und Roma, die von inneren Vorbehalten über offene Ablehnung, Ausgrenzung und Vertreibung bis zur Tötung und massenhafter Vernichtung reicht. Diese Haltung zeigt sich ebenso in der Diskriminierung und Dämonisierung der Minderheit wie in der Verklärung des "lustigen Zigeunerlebens" .

Ausländer/Ausländerfeindlichkeit

Der Begriff des Ausländers bzw. der Ausländerin bezeichnet in Deutschland lebende Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Er wird häufig verwendet im Rahmen gesetzlicher Regelungen (z.B. Staatsangehörigkeit, Ein- und Ausreise, Aufenthalt) und in Bevölkerungsstatistiken. Als juristischer Begriff verweist er auf einen Status eingeschränkter Rechte: Wer nicht den deutschen Pass besitzt, ist in wesentlichen Lebensbereichen nicht gleichgestellt.

Diskriminierung

Das Wort Diskriminierung stammt vom lateinischen discriminare "trennen, absondern, unterscheiden". Der spätlateinische Begriff discriminatio heißt zugleich "Scheidung" und "Absonderung". Der Begriff Diskriminierung bezeichnet sowohl in den Sozial- und Rechtswissenschaften als auch umgangssprachlich die gruppenspezifische Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder Individuen ohne sachlich gerechtfertigten Grund.

Diversity

Diversity (zu Deutsch: "Vielfalt") beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Bedürfnissen, Einstellungen und Sichtweisen, die die Menschen in Ihrer Organisation mitbringen. Wie treffen diese Menschen Entscheidungen? Wo liegen ihre Prioritäten, und was benötigen sie? Vielfältigkeit existiert in jeder Organisation, darüber hinaus bedeutet Diversity Management, diese Unterschiede in Ihrer Organisation zu managen. Wenn Ihre Mitarbeiter ein Bewusstsein dafür haben das Unternehmen hierbei voran zu bringen, dann werden positive Veränderungen stattfinden können.

Wenn Menschen ihre Ideen entfalten können, sind Neuerungen möglich. Wenn Mitarbeiter zufrieden sind, steigt die Produktivität. Und wenn Manager kreative Lösungen entwickeln, steigt die Effektivität. Gutes Diversity Management - und somit erfolgreiches Change Management - benötigen Aufmerksamkeit und strukturiertes Handeln.

Ethnozentrismus

Beurteilung anderer Gruppen, Ethnien und Kulturen aus der Sicht der eigenen Gruppe und der mit ihr verbundenen Wertmaßstäbe. Dabei kann es durch Auswahl und Hervorhebung bestimmter Informationen sowie Leugnung oder Ausblendung anderer Informationen zu einer Überhöhung der Eigengruppe kommen. Im Extremfall handelt es sich um eine Deutung der Welt, in der die eigene Gruppe das Zentrum aller guten Dinge ist und alle anderen als negativ bewertet werden.

Gender

Der aus dem Englischen stammende Begriff steht für soziales Geschlecht. Im Gegensatz zum biologischen Geschlecht (engl.: sex) sind mit sozialem Geschlecht die gesellschaftlich, sozial und kulturell konstituierten Geschlechterrollen von Frauen und Männern, die gesellschaftlich dominanten Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit gemeint. Betont wird damit, dass Vorstellungen über "typisch weibliche" oder "typisch männliche" aufgaben und Rollen nicht naturgegeben sind, sondern auf kulturellen Traditionen und gesellschaftlichen Konventionen beruhen. 

Gender Mainstreaming

Der Ansatz Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen sind, da es keine geschlechterneutrale Wirklichkeit gibt. Der Ansatz rekurriert auf Gender als soziales Geschlecht, dass als erlernt und damit auch als veränderbar betrachtet wird. 

Gleichstellung

Ziel des Gleichstellungskonzeptes ist es, allen Menschen (z.B. ohne Unterscheidung von Geschlecht, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung) gleiche Chancen im öffentlichen Leben zu ermöglichen.

Heterophobie

Aggressive Ablehnung des/der Anderen unter Berufung auf nicht-biologische Unterschiede (z.B. psychologischer, kultureller oder sozialer Art). Der Begriff erfasst Abwertung und Abwehr von Gruppenangehörigen, die von der dominanten Norm abweichende Verhaltensweisen und Lebensstile aufweisen. Zu den davon betroffenen Gruppen zählen z.B. Obdachlose, Homosexuelle oder Behinderte.

Homophobie

Feindseligkeit gegenüber Homosexualität, die oft zur Ablehnung oder Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen führen. Dabei handelt es sich aber nicht um eine klassische Phobie, deren Quelle Angst ist. Negative Einstellungen gegenüber Homosexuellen beruhen zumeist auf tradierten konservativen Vorstellungen von Geschlechterrollen, die durch die Präsenz von Homosexuellen in Frage gestellt werden. Ein anderer Grund für Homophobie bzw. Heterosexismus kann die Verdrängung homosexueller Anteile der eigenen Sexualität sein.

Rassismus

Rassismus ist die Summe aller Verhaltensweisen, Gesetze, Bestimmungen und Anschauungen, die den Prozess der Hierarchisierung und Ausgrenzung unterstützen und beruht auf ungleichen Machtverhältnissen. Rassismus ist der Prozess, in dem Menschen aufgrund tatsächlicher oder vermeintlicher körperlicher oder kultureller Merkmale (z.B. Hautfarbe, Herkunft, Sprache, Religion) als homogene Gruppen konstruiert, negativ bewertet und ausgegrenzt werden. Der klassische Rassismus behauptet eine Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschengruppen auf Grundlage angeblicher biologischer Unterschiede. Im Kulturrassismus wird die Ungleichheit und Ungleichwertigkeit mit angeblichen Unterschieden zwischen den "Kulturen" zu begründen versucht. 

Stigma/Stigmatisieren

Der aus dem Griechischen stammende Begriff steht für "Mal, entehrendes Kennzeichen". Stigmatisieren bedeutet, eine Person oder eine Gruppe in diskriminierender Weise zu kennzeichnen, in dem ihr bestimmte, von der Gesellschaft als negativ bewertete Merkmale zugeschrieben werden. Dabei kann sich die diskriminierende Kennzeichnung auf sichtbare Merkmale (z.B. Hautfarbe, Geschlecht) oder unsichtbare Merkmale (z.B. Religion, Sexualität) beziehen.

Sexismus

Sexismus bedeutet jede Art von Disriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts sowie die diesen Erscheinungen zugrunde liegende Ideologie. Sexismus findet sich in Vorurteilen und Weltanschauungen, in sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Regelungen, in Form faktischer Gewalttätigkeit und in der Rechtfertigung solcher Gewaltstrukturen durch den Verweis auf eine "naturgegebene" Geschlechterdifferenz. 

Vorurteil

Ein Vorurteil ist ein vorab wertendes Urteil im allgemeinsprachlichen Sinne, das eine Handlung leitet und in diesem Sinne endgültig ist. Es ist eine meist wenig reflektierte Meinung - ohne verständige Würdigung aller relevanten Eigenschaften eines gewerteten Sachverhaltes oder einer Person. 

Work-Life Balance

Work-Life-Balance ist die englische Bezeichnung für die Ausgewogenheit von Arbeits- und Privatleben.  Dabei handelt es sich um das Gleichgewicht zwischen dem zeitlichen Aufwand und der Anstrengung, die jemand der Arbeit widmet und der Zuteilung dieser beiden Faktoren zu anderen Lebensbereichen. 

Xenophobie

Der aus dem Griechischen stammende Begriff (xenos=fremd, phobos=Furcht) bedeutet Furcht vor Fremden oder Fremdenangst. Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch wird er auch als Fremdenfeindlichkeit wiedergegeben.